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Irrer Abstiegskampf mit 12 Teams: Das große Zittern in der Bezirksliga Ost
Haben Sie dieser Tage schon mal genauer einen Blick auf die Tabelle der Niederbayerischen Bezirksliga Ost geworfen? Nein, nicht die Tatsache, dass Vornbach schon am Champagner schnuppern darf, oder Oberdiendorf dem Rangzweiten Künzing noch mal so richtig auf die Pelle rücken kann, sticht ins Auge, sondern die sportliche Realität, dass die Teams von Platz 5 bis 13 nur ganze fünf Punkte trennen. Zählt man die beiden – etwas abgeschlagenen – Schlusslichter noch hinzu, dann kämpfen neun Spieltage vor Saisonende sage und schreibe zwölf Mannschaften um den Klassenerhalt – der irre Abstiegskampf in der Bezirksliga Ost ist damit eröffnet.
Bis zum letzten Spieltag – diesmal an einem Freitag, 16. Mai, ab 18.30 Uhr – werden die Trainer, Spieler und Verantwortlichen der betroffenen Vereine nun wieder nicht müde werden, sich der allseits bekannten und gebräuchlichen Floskeln zu bedienen. Da wäre beispielsweise der Spruch, „ab sofort ist jedes Spiel ein Endspiel“ oder „solange rechnerisch noch etwas möglich ist, geben wir nicht auf“. Auch sehr beliebt, aber ohrensausenverdächtig: „Jeder muss wissen, was die Stunde geschlagen hat“, „die Mannschaft hat die Qualität“ oder „nur wer glaubt, kann Berge versetzen“.
Schlechte Karten für Osterhofen und Schöfweg
So, jetzt reicht es, kommen wir zu den Fakten: Und da spricht aktuell sehr viel dafür, dass in Osterhofen (16.) und Schöfweg (15.) keine Berge mehr versetzt werden, sondern eher eine Gletscherspalte für den Gang in die Kreisliga sorgt. Neun bzw. sieben Zähler beträgt der Rückstand auf den ersten Relegationsplatz gegen den Abstieg. Zudem haben beide Teams dort weitergemacht, wo sie im Spätherbst aufgehört haben – mit Niederlagen. Allerdings sollte man die Schöfweger nie ganz abschreiben. Sie können Abstiegskampf, beweisen dies seit Jahren. Dementsprechend sagte Coach Andreas Kölbl vor der Saison vielsagend: „Irgendwie die Klasse halten.“ Aktuell schaut es aber stark nach Abschied aus. Das trifft auch auf die Herzogstädter zu, die schon letzte Saison und auch heuer diese „Gras-fressen-Mentalität“ nicht wirklich auf den Platz bringen.
Stand jetzt müssten Grafenau (14.) und Regen (13.) in die unbeliebte Saison-Verlängerung. Allerdings sind die Abstände so minimal, dass sich bis zum Fünften kein Team sicher sein darf. Somit muss auch der SV Grainet, der zuletzt fünf Mal in Folge nicht über ein Remis hinauskam, zittern. Zum ersten Relegationsplatz sind es nur vier Zähler. Zu allem Überfluss muss der SVG in dieser nicht ganz einfachen Situation mit Julian Sammer (Knie-OP) auch noch auf seinen besten Stürmer (10 Tore) verzichten. Coach Hannes Gastinger hatte vor der Saison wohl schon eine Vorahnung: „Ich denke, die Liga ist stärker geworden und ohnehin sehr ausgeglichen.“ Das Ziel sei, „nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben“.
Auch Ruhmannsfelden und Hutthurm müssen aufpassen
Zu den erlauchten Mannschaften, die ebenfalls nach unten schielen müssen – statt nach oben – zählen auch Ruhmannsfelden (6.), Waldkirchen (7.) und Hutthurm (8.). Gerade am Lerchenfeld brennt nach zwei Pleiten im Frühjahr schon wieder der Baum, der Trainerwechsel hat bislang noch nicht den gewünschten Effekt gebracht. Dementsprechend groß ist die Enttäuschung, immerhin wollte der Landesliga-Absteiger sich schon vorne miteinmischen. Gleiches gilt auch für den Vizemeister aus Hutthurm, der vor der Saison ebenfalls Ansprüche für mehr erhob – und jetzt nur drei Zähler vom Abstiegs-Rittern entfernt ist.
Mitten drin statt nur dabei im Kampf um die Schleuderplätze sind auch die Teams aus Garham (9.), Oberpolling (10.), Mauth (11.) und Niederalteich (12.). Das Quartett ist nur durch zwei bzw. einen Zähler sowie punktgleich von der Abstiegs-Relegation getrennt. „Es wäre schön, wenn wir mal frühzeitig gerettet wären“, sagte zum Start der scheidende Pollinger Spielertrainer Jürgen Knödlseder. Ein Wunsch, der auf alle vier Teams bis zum Schluss nicht zutreffen wird.
Bleibt noch eine Mannschaft übrig: Der FC Obernzell-Erlau. Auch die Truppe von Neu-Coach Jochen Fröschl liebäugelte mit Abstiegskampf, kann aber als Vierter der Bezirksliga Ost sowohl das Treiben an der Spitze als auch das Drama im Tabellenkeller genüsslich aus der Relaxzone verfolgen.
22. Spieltag
Am Samstag, 14 Uhr: Hutthurm – Vornbach (Hinspiel 0:3); 15 Uhr: Künzing – Oberdiendorf (3:3), Grafenau – Obernzell-Erlau (2:2), Regen – Schöfweg (3:1); 16 Uhr: Ruh-mannsfelden – Garham (1:0), Osterhofen – Mauth (3:1), Oberpolling – Niederalteich (0:0), Waldkirchen – Grainet (1:3).
Quelle: Heimatsport.de ---Michael Oswald
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Fußball, Bezirksliga Ost

