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Personal, Ziele und einige neue Trainer: Der Bezirksliga-Start – die Vereine aus dem Landkreis Passau im Check
Mit einem Absteiger (Deggendorf) und drei Aufsteigern (Hofkirchen, Bischofsmais und Rückkehrer SV Schalding II) nimmt die Bezirksliga Ost heutigen Freitag die neue Punktspielsaison in Angriff.
Als erste Titelkandidaten werden Vizemeister Künzing und Ruhmannsfelden gehandelt, ebenso Deggendorf, das zum Nachbarvergleich zweier Topteams gleich zum Start mit Künzing aufeinandertrifft. Der überwiegende Teil aber konzentriert sich zunächst auf die Liga-Sicherung. So sieht’s bei den Mannschaften aus dem Landkreis Passau aus.
SV Hofkirchen
Vorbereitung: „Sie lief gut“, bilanziert Spielertrainer Thomas Hidringer (30). Den abschließenden Test gegen den Straubinger Kreisligisten SC Zwiesel (2:2) bewertet er als positiv. Ein ganz wichtiger Bereich dieser Phase sei gewesen, „die Neuzugänge zu integrieren. Das ist uns gelungen“.
Personal: Es gebe den ein oder anderen angeschlagenen Spieler, aber keine besorgniserregenden Verletzungen.
Saisonziel: „Ganz klar der Nicht-Abstieg. Wir wollen über dem Strich bleiben“, formuliert der Coach.
Der erste Gegner: Den Mit-Aufsteiger und Meister SV Schalding einzuschätzen fällt laut Hidringer aufgrund der Neuzugänge nicht einfach, „aber die Grundausrichtung wird im Vergleich zur letzten Saison ähnlich sein“.
SV Hutthurm
Vorbereitung: Durchwachsen sei sie verlaufen, merkt Adrian Böck (24) an, der als spielender Co-Trainer erstmals Verantwortung für die Mannschaft trägt. Der geborene Hutthurmer gibt freilich auf die Ergebnisse – u.a. einen 4:2-Sieg gegen Landesligist Bogen, andererseits Niederlagen gegen die Kreisligisten Salzweg (1:4) und Karpfham (0:3) – wenig.
Personal: Ein Quartett muss zur Saisonpremiere passen: die am Kreuzband verletzten Johannes Krückl und Dustin Lippert sowie die Urlauber Philipp Weber und Jonas Frank.
Saisonziel: Von manchen Kennern der Liga wird Hutthurm wieder im Elite-Kreis erwartet, Böck indessen relativiert: „Natürlich wollen wir wieder vorne dabei sein, doch auch ein siebter oder achter Platz wäre okay.“ Im Wettkampfmodus muss der letztjährige Tabellenfünfte bzw. 2024-er Vizemeister sicher noch seinen Modus finden, weil die Abgänge von Anton Hobelsberger und vor allem der Hutthurmer Institution doch schwer wiegen, wie Böck bekräftigt.
Der erste Gegner: Als unangenehme und zweikampfstarke Mannschaft kenne man die Oberpollinger, sagt der Hutthurmer Co-Trainer, andererseits: „Wir freuen uns, Freitagabend, Flutlicht und ein Derby, was willst du mehr zum Start?“
SV Schalding II
Vorbereitung: „Wir sind im Großen und Ganzen zufrieden“, fasst sich Coach Manuel Mörtl-bauer (32) kurz.
Personal: Der Kader, der Mörtlbauer und seinem ebenfalls spielenden Co-Trainer Manuel Mikolaiczyk zur Verfügung steht, umfasst 23 Kräfte; einer davon müsse diesmal und wohl auch weitere Spieltage passen, berichtet Mörtlbauer. Neuzugang Adnan Begovic (21) setzt eine Muskelverletzung außer Gefecht.
Saisonziel: Für den 32-jährigen ehemaligen Regionalliga-Spieler ist es wichtig, „dass sich jeder Spieler verbessert und wir dadurch den Klassenerhalt möglichst früh schaffen“.
Der erste Gegner: Mitaufsteiger und Vize SV Hofkirchen weckt keine guten Erinnerungen. 1:2 bzw. 1:3 hieß es am 4. und 17. Spieltag der letztjährigen Kreisliga-Saison – „wir wissen somit, was auf uns zukommt“, warnt Mörtlbauer.
SV Oberpolling
Vorbereitung: Etliche Verletzte, u.a. noch aus der letzten Saison, haben die Einübungszeit schwierig gemacht. „Der Fitnesszustand war nach der Relegation nicht gut, wir mussten einiges aufholen“, schildert Ernst Lüftl. Insofern wollte er die Ergebnisse (u.a. Niederlagen gegen Kreisklassist Neukirchen v.W. und Kreisligist Passau-West) nicht überbewerten.
Personal: „Uns fallen drei Leistungsträger aus“, sagt der 63-Jährige, der in seiner langen Trainerlaufbahn erstmals für einen Bezirksligisten Verantwortung trägt. Zunächst muss er ohne Michael Ellinger (Schambeinentzündung), Maxi Stockinger (Meniskusprobleme) und Nico Koller (Muskelfaserriss wieder aufgebrochen) auskommen. Mit Keeper Simon Busch melden die Dreiburgenländer lediglich einen Neuzugang, demgegenüber allerdings fünf Abgänge. Der jungen Mannschaft, so Lüftl, fehlten insbesondere die langjährigen Leitfiguren und Spieltrainer Alex Starkl und Jürgen Knödlseder (beide nach Hauzenberg).
Saisonziel: Einzig und allein der Klassenerhalt angesichts der personell eingeschränkten Möglichkeiten.
Der erste Gegner: Die Hutthurmer kennt Lüftl als „immer schon spielstarke Mannschaft. Ich erwarte sie im oberen Tabellendrittel“. Einen Punkt im Auftaktspiel erachtet er zunächst als höchstes der Gefühle.
SV Garham
Vorbereitung: Wenig Aussagekraft habe die Anlaufphase gehabt, meint der neue SV-Trainer Holger Stemplinger. Angeschlagene Spieler, ein urlaubsbedingt reduzierter Kader hätten die Möglichkeiten bei Training und Test eingeschränkt. Der Punktspielbeginn komme so möglicherweise etwas zu früh. Aufgrund mancher Verletzung könne er nicht das komplette Aufgebot ins Rennen schicken, „aber die elf, die spielen, werden Bezirksliga-Niveau haben und alles reinwerfen“.
Personal: Die Neuzugänge Thomas Obernhuber und Justin Freundorfer sind „super aufgenommen worden“, sagt Stemplinger, ebenso wie er und sein spielender Co-Coach Udo Tolksdorf. „Wir fühlen uns sehr, sehr wohl in Garham.“
Saisonziel: Der recht enge Spielerkader lasse kaum ein anderes Ziel zu als „ganz klar den Klassenerhalt“. Nach Möglichkeit solle dieser aber früher hergestellt werden als in der abgelaufenen Saison, die erst in den letzten beiden Spielen endgültige Sicherheit brachte.
Der erste Gegner: Den Gastgeber am Samstag, Obernzell-Erlau, sieht Stemplinger deutlich in der Favoritenrolle und als insgesamt ausgeglichenes Team, „mit einem extrem starken Mittelfeld um Lukas Steinburg und schnellen Außenspielern“. Hoch schätzt der 39-Jährige zudem Neuzugang Denis Sharankov im Angriff ein, und verweist auf eine sattelfeste Abwehr, die nur wenige Gegentreffer zulasse. „Dennoch wollen wir versuchen, sie zu ärgern.“
TSV Oberdiendorf
Vorbereitung: „Sie verlief absolut reibungslos, die Trainingsbeteiligung und -intensität war top“, freut sich Spielertrainer Sebastian List (35).
Personal: „Ich sehe mich selbst auch als Neuzugang und auf Grund der herzlichen und offenen Art der Mannschaft und des gesamten Vereins fiel die Integration sehr leicht“, sagt der ehemalige Schaldinger Regionalliga-Fußballer. „Auch die restlichen Neuzugänge passen sowohl charakterlich als auch sportlich zweifelsfrei in diese Mannschaft. Wir haben aktuell nur ein paar kleinere Wehwehchen zu überstehen, ansonsten sind alle Mann an Bord.“
Saisonziel: Einerseits so früh wie möglich den Klassenerhalt perfekt zu machen, „andererseits natürlich auch in der Art und Weise Fußball zu spielen, eine positive Entwicklung zu sehen“, wünscht sich der Coach. „Sprich wir wollen junge Spieler weiterentwickeln, erfahrene Spieler noch konstanter werden lassen und als Verein einen Schritt nach vorne machen.“
Der erste Gegner: Bischofsmais stuft List als sehr unangenehmen Gegner ein. „Als Aufsteiger werden sie mit einer gehörigen Portion Euphorie nach Oberdiendorf reisen. Durch ihre beiden herausragenden Spieler Petr Prucha und Matej Stefl sowie eine sehr kompakte Mannschaft wird das ein hart umkämpftes Match werden.“
FC Obernzell-Erlau
Vorbereitung: Sehr zufrieden sei er mit Trainingsbeteiligung und -intensität gewesen, resümiert Jochen Fröschl (52), ebenso mit den Ergebnissen der Testspiele, mit der Leistung allerdings weniger. Verbesserungsbedarf sieht der Trainer in der Chancenverwertung.
Personal: Die Neuzugänge Denis Sharankov, Fabian Pfeil, Jonas Kurzböck und Michael Wagner haben sich laut Coach „gut eingefunden“.
Saisonziel: Primär wolle man den Klassenerhalt schaffen, einen gesicherten Mittelplatz in der Tabelle kann sich der 52-Jährige gut vorstellen. „Wenn es mehr wird wie im letzten Jahr, nehmen wir das auch gerne mit“, meint er in Erinnerung an Platz 3, rät aber dazu, „eher etwas demütig“ an die Saison heranzugehen.
Der erste Gegner: „Mit Garham haben wir uns immer schon hart getan“, sagt Fröschl. Die Mannschaft sei gut verstärkt worden, „sie könnte heuer eine gute Rolle spielen“. Er rechnet mit einem engen Spielausgang, es würden Kleinigkeiten entscheiden.
Quelle: Heimatsport.de
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