Obernzell-Erlau kommt zum Derby-Kracher nach Waldkirchen – und Schlager-Spiel Garham gegen Grafenau steht an
Angesichts dieses Gegners tut sich Stefan Richter leicht: Hutthurms Trainer wartet mit seiner Truppe heute auf das Team der Fußball-Bezirksliga Ost. „Künzing ist der absolute Topfavorit auf die Meisterschaft, darüber brauchen wir nicht zu reden“, meint der 36-Jährige. So blickt er und weitere Bezirksligisten auf den kommenden Spieltag.
Obwohl die Römer wichtige Kräfte auf der Verletztenliste stehen hätten, „machen sie es gut“. Der Grund liegt auf der Hand bzw. am Fuß. Denn um die breite Klasse im Kader des Spitzenreiters weiß nicht nur der SVH-Coach, „sie haben im Sturm brutale Qualität und mit Drexler und Seidl zwei Spieler, denen zehn Minuten reichen, um ein Spiel zu entscheiden“.
Diese zehn Minuten wollen die die Fußballer des Tabellenzehnten den stürmischen Römern nicht gönnen. Wobei, Rang 10 entspricht sicher nicht den Vorstellungen der Hutthurmer, die sich laut Saisonvorgabe unter den stärksten Fünf der Liga einordnen wollen. „Wir könnten schon vier, fünf Punkte mehr auf dem Konto haben“, glaubt Richter. Es habe schon auch Glück gefehlt. Sei man nach dem furiosen Auftakt-5:0 gegen Oberpolling im Folgespiel beim SV Bischofsmais (1:1) „richtig schlecht“ (Zitat Richter) gewesen, so „waren wir trotz der Niederlagen gegen Mauth und Garham nicht schlechter“. Gegen Mauth (2:4) hätte man das Spiel auf SVH-Seite ziehen können, „individuelle Fehler in entscheidenden Situationen und nachlassende Kraft“ hätten dies verhindert, zumal „Mauth eine richtig starke Offensive hatte“. Als bitter sieht Richter das 1:2 in Garham, wo sein Team in einer starken 2. Halbzeit drauf und dran gewesen sei an der Führung und die Gastgeber den Siegtreffer mit dem Glück erzielt hätten, das der Truppe um Kapitän Patrick Kaltenecker abhanden gekommen ist.
Dazu passt auch, dass neben den Langzeitverletzten auch Johannes Knon (32) in der Pokalbegegnung gegen Kirchberg aus dem Kader genommen werden musste – Diagnose: „wahrscheinlich ist das Außenband gerissen“, deutet der Coach an. Nachdem auch der im Urlaub weilende Mirza Hasanovic (34) gegen Künzing noch fehlt, wird’s im Angriff eng. So wird Übungsleiter Richter auf die Allzweckwaffe Fabian Semsch zurückgreifen. Der 30-Jährige war zwar in jüngeren Jahren ein wirkungsvoller Stürmer, wurde aber zuletzt eher in der Defensive eingesetzt. „Aber er hat gesagt, er macht’s“, berichtet Stefan Richter. Vielleicht bringt der 1,90 Meter-Mann das Glück zurück.
TSV Oberdiendorf
Lange hatten sich die Oberdiendorfer zuletzt in Künzing (1:3) gewehrt, letzten Endes „zündete“ die Offensivkraft des Titelaspiranten doch wirkungsvoller. Einen gleichfalls unangenehmen Spielpartner erwartet die List-Truppe diesmal – Grainet hat zwar erst drei Punkte auf dem Konto, aber in vier Spielen auch erst einmal verloren. Die Heimbilanz der Hauzenberger Vorstädter (2 Spiele, zwei Siege, 7:1 Tore) scheint nicht ungefährdet.
FC Obernzell-Erlau
Alles andere als Laufkundschaft waren die bisherigen Gegner der Donautaler, u.a. hat die Fröschl-Mannschaft aus Künzing einen Zähler entführt. Dennoch hat man sich wohl ein bisserl mehr ausgerechnet als momentan vier Punkte. Im Derby beim gleichauf liegenden TSV Waldkirchen könnte die Mannschaft um Kapitän Lukas Steinburg ein guten Sprung nach vorne machen. Der Gastgeber ist indessen nach zwei Niederlagen am Stück selbst heiß auf den zweiten Dreier.
SV Hofkirchen
Eine ausgesprochen unangenehme Aufgabe wartet auf die Hofkirchner mit der Mauther Spitzenmannschaft. Die Waldler sind mit drei Siegen bärenstark gestartet, wurden dann vom Grafenauer „Stodbärn“ im eigenen Revier gerissen (3:4). Eine Chance für Hofkirchen, das freilich hinten erstmal dicht machen muss.
SV Garham
Alles Weber oder was? heißt es seit wenigen Tagen beim SV Garham. Die Brüder Simon und Florian, landesliga-erfahren und zurück im Heimatverein unter den Augen von Vater und 2. Vorstand Sepp Weber, werden dem Rangvierten zusätzlichen Schwung verleihen. Den wird man auch nötig haben im Spitzenspiel von Runde 5 beim punktgleichen TSV Grafenau. Im letzten Jahr waren beide noch Klassenkämpfer, umso erstaunlicher die Wandlung. Wer macht weiter so?
SV Schalding II
Nach dem Coup gegen Ruh-mannsfelden (2:0) wurde die Bayernliga-Reserve in Oberpolling (2:2) zu unguter Letzt noch abgefangen. Mitaufsteiger Bischofsmais könnte zur Reha gerade recht kommen, hat aber durch den ersten Sieg (1:0 gegen Hofkirchen) sicher „frische Luft“ geatmet.
SV Oberpolling
Wenn’s auch nur ein Punkt war, wohl getan hat er den Dreiburgenländern allemal. Ungelegen kommt freilich jetzt das Ruhmannsfeldener Team, das sich oben in der Tabelle einnisten möchte. Die Erfolgsaussichten der Lüftl-Truppe sind gegen den Titelanwärter als sehr gering einzustufen.
5. Spieltag am Freitag, 18.30 Uhr: Oberdiendorf – Grainet; 18.45 Uhr: Niederalteich – Deggendorf; 19 Uhr: Hutthurm – Künzing, Ruhmannsfelden – Oberpolling; Samstag, 15 Uhr: Waldkirchen – Obernzell-Erlau, Grafenau – Garham, Mauth – Hofkirchen; Sonntag, 16 Uhr: SV Schalding II – Bischofsmais.
Quelle:Heimatsport.de --brö
Weitere Informationen
Veröffentlichung
Weitere Meldungen
Dörfler und Drofa treffen: Karpfham baut Super-Serie aus – Bischofsmaiser Befreiungsschlag – Punkteteilungen in Waldkirchen und Schalding
Sa, 22. August 2026
Bezirksliga Ost
Obernzells Wiesmaier dreht völlig auf: Fünferpack bei furiosem 6:0 gegen Hutthurm – Ruhmannsfelden lässt Deandorf abblitzen – Wildes 3:3 in Grafenau
Fr, 21. August 2026
Fußball, Bezirksliga Ost