„Keiner steigt gerne ab“: Trotz Niederlagen-Hagel gibt Oberpolling nicht auf
Gegen Mauth 0:4, in Bischofsmais 0:5, davor 1:6 bei den Waldkirchnern – und noch ein 0:3 gegen den Tabellenzweiten Ruhmannsfelden: Der SV Oberpolling ist ohne Sieg in die Frühjahrsrunde der Bezirksliga Ost gestartet. „Da ist man auch mal down und resigniert“, sagt Trainer Martin Braumandl. Doch ans Aufgeben denken weder der Feuerwehrmann Braumandl noch Kapitän Fabian Hönl.
„Es braucht Vieles für den Klassenerhalt“, sagt der Spielführer. Aber abgeschrieben hat Hönl seine Mannschaft noch nicht in der Bezirksliga, obwohl der Relegationsplatz bereits acht Punkte entfernt ist – und der SV sowohl offensiv (22 Tore geschossen) als auch defensiv (64 Tore kassiert) die schlechteste Mannschaft der Liga ist. Ebenso optimistisch bleibt Braumandl, der zum zweiten Mal der Retter an der Linie sein soll.„Solange es rechnerisch möglich ist, glauben wir dran. Auch wenn ich gedacht hätte, dass wir besser aus der Winterpause kommen“, sagt er.
Darum ist Braumandl seit dem Winter in Oberpolling
Kurzer Rückblick: Vor der Winterpause hat sich der SV Oberpolling von Übungsleiter Ernst Lüftl getrennt. Um neue Impulse zu setzen, unterstützt Braumandl Co-Trainer Daniel Wurm bis zum Sommer. Warum er sich trotz Spielerengagements in Preming dem mühsamen Abstiegskampf stellt? Braumandl antwortet mit einer Selbstverständlichkeit: „Ich helfe meinem Heimatverein.“ Diese Treue zum Sportverein treibt auch Oberpollings Urgestein Hönl an. „Er ist ein Leader, Teamplayer – und jagt jeden Ball. Egal, wer die Kugel verliert. Er kann aber auch mal laut werden“, sagt Braumandl über den 33-Jährigen. Dieser Einsatz könnte aber bald der Vergangenheit angehören
„Ich hänge die Fußballschuhe vielleicht an den Nagel“, sagt Hönl, der fast neben dem Oberpollinger Fußballplatz wohnt. Seine Frau Julia und er erwarten das zweite Kind, ein Töchterchen. Außerdem spielen für sein Alter normale Blessuren eine Rolle. Hönl: „Umso schöner wäre es, den Klassenerhalt irgendwie zu schaffen.“
Am Samstag gegen Garham gefordert
Die nächste Möglichkeit auf Zähler gibt’s am kommenden Samstag ab 15 Uhr in Garham. „Eine geile Truppe“, sagt Hönl, der ein schwieriges Spiel erwartet. Wie auch Braumandl. „In den letzten vier Spielen haben wir nicht gepunktet – es wird nicht leichter“, sagt er. Gerade mit Hinblick auf die nächsten Partien. Neben Garham stehen auf dem Spielplan noch Granden wie Grainet, Deggendorf und Künzing.
Zwar „steigt keine gerne ab“, sagt der 39-Jährige, „aber von Vereinsseite gibt es keinen Druck.“ Lieber betrachten die Akteure des Dorfvereins in der Gemeinde Fürststein das große Ganze. „Damals, als wir 2019 in die Bezirksliga aufgestiegen sind, sagten wir uns: Wenn wir die Klasse ein Jahr halten können, dann ist das Wahnsinn“, erinnert sich Braumandl. Er ist seit 2004 fast durchgehend im Herrenbereich des Heimatvereins aktiv und war in der Aufstiegssaison Spieler. Viele Höhen und Tiefen erlebte er mit dem Oberollinger Wappen auf der Brust – was davon diese Spielzeit wird, hat der SV noch selbst in der Hand.
Quelle: Heimatsport.de ---Fabian Bauer
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