Die „Stodbärn“ und ihr Fehlstart: Keine Panik, aber ein paar Sorgenfalten in Grafenau

Jetzt wird es ernst für den TSV Grafenau. Die „Stodbärn“ sind durch vier Niederlagen gegen Topteams der Bezirksliga Ost wieder angekommen im Alltag des Abstiegskampfes. Ab sofort brauchen sie jeden Punkt und haben sogenannte Pflichtaufgaben vor der Brust.

Am Samstag ist das Team um Spielertrainer Sebastian Raml und Coach Alexander Adam in Obernzell zu Gast (Anstoß 15 Uhr) zu Gast. Die Fröschl-Elf hat einen Punkt mehr auf dem Konto und steht daher vor den Grafenauern. Nächste Woche geht es dann gegen die SpVgg Niederalteich, die aktuell noch fünf Punkte weniger hat und auf dem ersten Abstiegsrelegationsplatz steht. Nicht verwunderlich, dass Alexander Adam vor diesen beiden Partien sagt: „Wir sollten unbedingt punkten“, fordert der 39-Jährige.

 

Die Tatsache, dass die Grafenauer nach 360 gespielten Minuten ohne Punktgewinn dastehen, ist keine Riesenüberraschung. Mit Garham (1:3), Künzing (2:3), Grainet (0:2) und Deggendorf (1:2) hatten sie zu Beginn der Frühjahrsrunde mit vier der ersten fünf Mannschaften der Rangliste zu tun. Es habe auch „nicht viel gefehlt“ zum ein oder anderen Erfolgserlebnis. „Nur in einer Halbzeit, der zweiten in Garham, haben wir kein Land gesehen – der Rest war grundsätzlich okay“, berichtet „Ali“ Adam. Darum verfallen er und seine beiden Trainerkollegen Raml und Thomas Köglmeier nicht in Panik. Ein bisschen Sorgen macht sich Adam aber schon, wie er gesteht: „Wir sind wieder mittendrin im Abstiegskampf“, macht der 39-Jährige deutlich. Bei noch sieben ausstehenden Partien haben die Grafenauer fünf Punkte Vorsprung auf einen Relegationsplatz.

 

Sollten wir ein bisschen lockerer an die Sache rangehen, wird es nix werden.

Alexander Adam, Trainer des TSV Grafenau

Mit anderen Worten: In Obernzell und eine Woche später im Heimspiel gegen Niederalteich können sich die „Stodbärn“ eine Ausgangslage schaffen, die für eine spüre Entspannung sorgen könnte. Andererseits: Verliert der TSV weiter, könnte die Truppe um Kapitän Daniel Ranzinger in einer Woche unter dem Strich stehen.

Davon geht aber erst einmal keiner aus, denn Pleintinger & Co. haben zuletzt alles andere als schlecht gespielt. „Wir waren gegen sehr gute Gegner meistens mindestens auf Augenhöhe“, hat der Trainer festgestellt. Die Aufstiegskandidaten hätten halt „schon kleinste Fehler bestraft“. Adam ist jedoch überzeugt, „wenn wir die gezeigten Leistungen in den nächsten Wochen bestätigen, stehen die Chancen auf Punkte nicht schlecht“. Im gleichen Atemzug warnt der Grafenauer vor Leichtsinn: „Sollten wir ein bisschen lockerer an die Sache rangehen, wird es nix werden.“

Nächste Reifeprüfung für Aufstiegskandidat Grainet

Auf seinem Weg zum Klassenerhalt ist der TSV Mauth sehr weit. In vergangenen Jahren waren 28 bis 37 Punkte nötig, um am Ende einer Spielzeit über dem Strich zu stehen. Mauth hat aktuell 31. Daher können Jonas Gaisbauer und seine Mitspieler die restliche Saison ohne Abstiegsangst angehen, im Heimspiel gegen Bischofsmais (Samstag, 15 Uhr) stehen die Aussichten auf den zehnten Saisonsieg nicht so schlecht.

Es ist bislang nicht bekannt, wie viele Punkte sich die Graineter als Saisonziel gesetzt haben. Daher sei an dieser Stelle angemerkt, dass es in den vergangenen drei Jahren mindestens 58 Punkte brauchte, um in der Bezirksliga Ost mindestens Vizemeister zu werden. Die Graineter scheinen die Schnauze voll zu haben von vierten Plätzen in der Abschlusstabelle. 2023, 2024 und 2025 standen sie jeweils an diesem Rang und mussten sowohl bei Meisterfeiern als auch Relegationsspielen zuschauen. Heuer macht der SVG augenscheinlich ernst. Mit vier Siegen nacheinander hat das Gastinger-Team signalisiert: Wir wollen mitreden um Platz eins und zwei. Zur nächsten Reifeprüfung für die Mannschaft um Kapitän Christoph Seibold kommt der SV Schalding II am Samstag ins Stadion am Glasbach (15 Uhr).

Quelle: Heimatsport.de --- Michael Duschl

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Veröffentlichung

Fr, 10. April 2026

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