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Ansagen und Ausblick: Der Titelkrimi in der Bezirksliga Ost – „das wird ein Kampf bis zum letzten Spieltag“

Sieben Spieltage vor Saisonende hat das Titelrennen in der Bezirksliga Ost eine neue Dynamik bekommen – und könnte spannender kaum sein.

Erstmals steht die Spvgg GW Deggendorf an der Tabellenspitze, punktgleich mit der Spvgg Ruhmannsfelden. Dahinter lauern mit jeweils vier Punkten Rückstand der FC Künzing und der TSV Grainet. Ein echtes Viererduell um Meisterschaft und Aufstieg – mit richtungsweisenden Spielen bereits am kommenden Wochenende.

Während Tabellenführer Deggendorf auf dem Papier eine lösbare Aufgabe vor der Brust hat und den Vorletzten Hofkirchen empfängt, richtet sich der Fokus vor allem nach Künzing. Dort kommt es am Samstag zum direkten Aufeinandertreffen zwischen dem FC Künzing und den Lerchenfeldkickern – ein Spiel mit enormer Tragweite.

 

„Dann sind wir raus“ – Künzing unter Zugzwang

Für Künzings Trainer Matthias Süß ist die Ausgangslage klar umrissen: „Wenn wir das Spiel verlieren, dann sind wir raus aus dem Rennen um die ersten beiden Plätze. Dann können wir den Rest der Saison mit der Feuerwehr antreten.“ Vier Punkte beträgt der Rückstand auf das Führungsduo – eine Niederlage würde die Hoffnung auf den Aufstieg wohl frühzeitig beenden. Entsprechend groß ist die Bedeutung der Partie.

Dennoch versucht Süß, den Druck von seiner Mannschaft fernzuhalten. „Wir sind tiefenentspannt, was diese Partie und die Restsaison anbelangt. Der Druck liegt eindeutig bei Ruhmannsfelden“, betont der Coach. Schließlich hätten Deggendorf und Ruhmannsfelden den Anspruch, den Titel unter sich auszumachen.

Gleichzeitig fordert Süß von seinem Team Mut und Entschlossenheit: „Wir müssen Eier zeigen und das abliefern, wofür Künzing die letzten Jahre gestanden ist.“ Personell allerdings ist die Lage angespannt. Statt der erhofften 15 bis 16 Spieler stehen aktuell nur 12 bis 13 zur Verfügung – ein klarer Nachteil im Vergleich zur Konkurrenz.

Für zusätzlichen Unmut sorgte zuletzt eine umstrittene Rote Karte gegen Fabian Burmberger im Spiel gegen Schalding II. Süß spricht von einer „absolut unverständlichen“ Entscheidung, die nicht nur das vergangene Spiel, sondern auch die Vorbereitung auf das Duell mit Ruhmannsfelden beeinflusst habe.

Deggendorf setzt auf Konstanz

In Deggendorf genießt man derweil den Platz an der Sonne – ohne sich davon blenden zu lassen. Sportkoordinator Andreas Schäfer mahnt zur Bodenständigkeit: „Jede Mannschaft wird noch Punkte abgeben. Deshalb müssen wir auf uns schauen.“

Mit Hofkirchen wartet ein Gegner, der trotz Tabellenplatz zuletzt mit guten Leistungen auf sich aufmerksam machte. Schäfer warnt davor, die Partie auf die leichte Schulter zu nehmen: „Wollen wir erfolgreich sein, müssen wir konzentriert unser Spiel spielen und die Angriffe konsequent zu Ende bringen.“

Richtungsweisende Wochen für Ruhmannsfelden

Auch in Ruhmannsfelden weiß man um die Brisanz der kommenden Wochen. Das jüngste 2:2 gegen Garham wurde als verpasste Chance gewertet. „Die Enttäuschung war schon groß, weil wir viele Möglichkeiten nicht genutzt haben“, erklärt Abteilungsleiter Alois Wittenzellner.

Trotzdem blickt man optimistisch auf das Spiel in Künzing – auch wenn personelle Fragezeichen bestehen. Kapitän Stefan Wittenzellner (Pferdekuss) droht ebenso auszufallen wie Marcel Steinbauer oder Tim Weinberger. „Das sind Spieler, die uns weh tun, wenn sie fehlen“, so Wittenzellner.

Dennoch bleibt die Zielsetzung klar: „Freilich wollen wir in Künzing als Sieger vom Platz gehen.“ Gleichzeitig weiß man, dass die Entscheidung im Titelrennen noch nicht an diesem Wochenende fällt. Mit weiteren Topspielen gegen Grainet und Deggendorf stehen für Ruhmannsfelden entscheidende Wochen bevor.

 

Macht Grainet heuer ernst?

Es ist bislang nicht bekannt, wie viele Punkte sich die Graineter als Saisonziel gesetzt haben. Daher sei an dieser Stelle angemerkt, dass es in den vergangenen drei Jahren mindestens 58 Punkte brauchte, um in der Bezirksliga Ost mindestens Vizemeister zu werden. Die Graineter scheinen die Schnauze voll zu haben von vierten Plätzen in der Abschlusstabelle.

2023, 2024 und 2025 standen sie jeweils an diesem Rang und mussten sowohl bei Meisterfeiern als auch Relegationsspielen zuschauen. Heuer macht der SVG augenscheinlich ernst. Mit vier Siegen nacheinander hat das Gastinger-Team signalisiert: Wir wollen mitreden um Platz eins und zwei. Zur nächsten Reifeprüfung für die Mannschaft um Kapitän Christoph Seibold kommt der SV Schalding II am Samstag ins Stadion am Glasbach.

Spannung bis zum letzten Spieltag

Einig sind sich alle Beteiligten: Das Rennen um die Meisterschaft wird bis zum Schluss offen bleiben. Vier Teams, nur wenige Punkte Unterschied – und direkte Duelle in Serie. Oder, wie es Wittenzellner treffend formuliert: „Das wird ein Kampf bis zum letzten Spieltag.“

 

Quelle: Heimatsport.de   --- mid Michael Oswald

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Veröffentlichung

Fr, 10. April 2026

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