Grainet, Deggendorf oder Ruhmannsfelden? In der Bezirksliga Ost entbrennt ein heißer Aufstiegskampf

Die Bezirksliga Ost biegt auf den Saisonendspurt ein – und selten war das Meisterrennen derart spannend wie heuer. Mit Grainet (55), Deggendorf und Ruhmannsfelden (beide 54) buhlen drei Teams um die beiden Aufstiegsplätze. Bei noch ausstehenden vier Spieltagen ist die Gefahr unerwartet auszurutschen allerdings sehr groß.

 

SV Grainet

Ausgangslage: Hannes Gastinger und sein Team des SV Grainet sind dabei Vereinsgeschichte zu schreiben, denn der SVG ist nie in seiner 68-jährigen Historie in die Landesliga aufstiegen. Vier Spieltage vor Schluss scheint die Meisterschaft möglich. Seit Mittwoch und dem Last-Minute-Sieg gegen Oberpolling (2:1) führen die Graineter die Tabelle an. Ab sofort sind sie die Gejagten, Deggendorf und Ruhmannsfelden haben je einen Punkt weniger. Beim SVG weiß man aber um das schwere Restprogramm, beginnend mit dem Auswärtsspiel in Bischofsmais am Samstag. Der Aufsteiger gewann fünf von sieben Partien im Frühjahr und hat am Mittwoch mit einem überraschend klaren Erfolg in Künzing (4:1) den Klassenerhalt perfekt gemacht. Heißt: Die Bischofsmaiser können befreit aufspielen und defensiv wird das Gastinger-Team gegen Petr Prucha, Matej Stefl oder Sebastian Ebner gefordert sein.

Das sagt der Trainer: Der SVG geht als Favorit ins Spiel, der aktuelle Siegeszug hat laut Coach Hannes Gastinger „mehrere Gründe“. In der Winterpause habe man „Kleinigkeiten an unserem Spiel verändert, die uns gut tun“, berichtet der Trainer ohne Details zu nennen. Zudem stehen die Spieler voll im Saft durch fleißige Trainingsarbeit und „der Teamgeist ist Wahnsinn“, lobt Gastinger. Darum ist der 39-Jährige überzeugt, dass kein Spieler jetzt überheblich wird. Wenn doch, reicht ein Hinweis auf das jüngste Duell mit Oberpolling, als erst ein Tor in der 98. Minute den siebten Dreier im siebten Spiel 2026 einbrachte.

 

 

Spvgg Deggendorf

Ausgangslage: Der Tabellenführer ist gestürzt. Nach dem 1:1 gegen Ruhmannsfelden ist die Spvgg Deggendorf auf den Relegationsplatz gerutscht, der SV Grainet ist an den Donaustädtern vorbeigezogen. Am Samstag (15 Uhr) sind Schäfer, Hübscher und Co. beim Schlusslicht in Oberpolling zu Gast. Dieses Mal sind drei Punkte fest eingeplant.

Das sagt der Sportchef: Aufgrund des eng zusammengerückten Spitzenfelds glaubt Sportlicher Leiter Andreas Schäfer an eine Entscheidung am letzten Spieltag. „Jede Mannschaft wird vermutlich noch Punkte liegen lassen. Es wird ein Kampf bis zum Schluss.“ Das jüngste 1:1 im Topduell sei ein „gerechtes Ergebnis“. „Wir sind damit nicht unzufrieden“, sagt Schäfer, der nun aber vor der nächste Aufgabe warnt. „Die Oberpollinger Mannschaft hat in Grainet bewiesen, was sie kann. Wir dürfen nicht den Fehler machen und den Gegner am Tabellenstand messen. Dieses Spiel wird kein Selbstläufer!“

Personal: Abwehr-Hüne Alexander Sperl fällt aufgrund eines Bänderrisses aus. Der Einsatz von Felix Rem ist fraglich.

 

 

Spvgg Ruhmannsfelden

Ausgangslage: Der einstige Langzeit-Spitzenreiter hat seine gute Position in den vergangenen Wochen eingebüßt. Nach dem 1:1-Remis in Deggendorf und dem Graineter Last-Minute-Sieg gegen Oberpolling sind die Lerchenfeldkicker auf Rang drei abgerutscht und müssen sich in den verbleibenden vier Spieltagen mit der Jäger-Rolle begnügen. Mut macht den Ruhmannsfeldenern aber, dass trotzdem noch lange nichts entschieden ist. Mit Deggendorf ist man punktgleich (54), der neue Tabellenführer Grainet nur einen Zähler entfernt (55). Am Samstag (17 Uhr) kommt mit dem FC Obernzell-Erlau eine Mannschaft ans Lerchenfeld, die im Abstiegskampf verwickelt ist.

Das sagt der Trainer: „Natürlich sind wir nach dem Verlauf der vergangenen Wochen enttäuscht“, sagt Jochen Freidhofer. „Wir haben unsere gute Position aus der Hand gegeben und müssen nun auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Für uns ist es in den letzten vier Partien egal, wie der Gegner heiß – wir müssen alle Spiele gewinnen.“

Personal: Die Ausfälle sind nach der kräftezehrenden Englischen Woche mehr geworden. „Wir kommen allmählich auf der letzten Rille daher“, sagt Freidhofer. Neben den Langzeitverletzten Marcel Steinbauer und Tim Weinberger stehen gegen Obernzell Kapitän Stefan Wittenzellner (Bluterguss im Knie) und Marco Dachs (Sprunggelenkverletzung) nicht zur Verfügung. Darüber hinaus sind die Einsätze von ein, zwei Spielern noch fraglich.

 



Bezirksliga Ost / 27. Spieltag, Samstag, 11.30 Uhr: Mauth – Künzing (Hinspiel 1:2); 15 Uhr: Waldkirchen – Garham (1:4), Oberpolling – Deggendorf (0:2); 16 Uhr: Bischofsmais – Grainet (1:2); 17 Uhr: Ruhmannsfelden – Obernzell-Erlau (3:0); Sonntag, 16 Uhr: Hofkirchen – Oberdiendorf (0:2), Schalding II – Niederalteich (2:0).
 

Quelle: Heimatsport.de

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Veröffentlichung

Do, 23. April 2026

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