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Oberpolling vor Schicksalsspiel – Grafenau und Mauth wollen letzte Zweifel beseitigen

Nur mehr zwölf Punkte werden in der laufenden Fußball-Saison vergeben und daher könnte am Wochenende des 27. Spieltags in der Bezirksliga Ost die erste Entscheidung fallen. Im Dreikampf um die Meisterschaft steckt dagegen viel Potenzial für dramatische Entwicklungen.

Auch im Abstiegskampf zeichnet sich ein Dreikampf ab – um den zweiten Direktabsteiger. Hutthurm (23 Punkte), Niederalteich (22) und Hofkirchen (20) haben zwar noch theoretische Chancen auf den direkten Klassenerhalt, die sind angesichts von sieben bis zehn Punkten Rückstand auf Platz zwölf (Obernzell-Erlau) jedoch gering. Wahrscheinlicher ist, dass zwei der genannten drei Vereine in die Relegation müssen (oder dürfen). Über diese qualifizierte sich der SV Oberpolling (14 Pkt.) vor einem Jahr für seine sechste Saison in der Bezirksliga. Es wird die vorerst letzte sein. Schon am Sonntag könnte der Abstieg der „Pollinger“ besiegelt werden, wenn Wurm & Co. ihr Heimspiel gegen Deggendorf verlieren und tags darauf Niederalteich (bei Schalding II) oder Hofkirchen (gegen Oberdiendorf) gewinnt.

 

Zurück an die Tabellenspitze: Hannes Gastinger und sein Team des SV Grainet sind dabei Vereinsgeschichte zu schreiben, denn der SVG ist nie in seiner 68-jährigen Historie in die Landesliga aufstiegen. Vier Spieltage vor Schluss scheint die Meisterschaft möglich. Seit Mittwoch und dem Last-Minute-Sieg gegen Oberpolling (2:1) führen die Graineter die Tabelle an. Ab sofort sind sie die Gejagten, Deggendorf und Ruhmannsfelden haben je einen Punkt weniger. Beim SVG weiß man aber um das schwere Restprogramm, beginnend mit dem Auswärtsspiel in Bischofsmais am Samstag. Der Aufsteiger gewann fünf von sieben Partien im Frühjahr und hat am Mittwoch mit einem überraschend klaren Erfolg in Künzing (4:1) den Klassenerhalt perfekt gemacht. Heißt: Die Bischofsmaiser können befreit aufspielen und defensiv wird das Gastinger-Team gegen Petr Prucha, Matej Stefl oder Sebastian Ebner gefordert sein.

 

Trotzdem: Der SVG geht als Favorit ins Spiel, der aktuelle Siegeszug hat laut Coach Hannes Gastinger „mehrere Gründe“. In der Winterpause habe man „Kleinigkeiten an unserem Spiel verändert, die uns gut tun“, berichtet der Trainer ohne Details zu nennen. Zudem stehen die Spieler voll im Saft durch fleißige Trainingsarbeit und „der Teamgeist ist Wahnsinn“, lobt Gastinger. Darum ist der 39-Jährige überzeugt, dass kein Spieler jetzt überheblich wird. Wenn doch, reicht ein Hinweis auf das jüngste Duell mit Oberpolling, als erst ein Tor in der 98. Minute den siebten Dreier im siebten Spiel 2026 einbrachte.

 

Grafenau braucht einen, Mauth noch maximal drei Punkte

Die drei weiteren Freyung-Grafenauer Bezirksligisten haben ihre Arbeit ebenso gemacht und beobachten Auf- und Abstiegskampf in der Endphase der Saison aus der Entfernung. Grafenau und Mauth könnten zwar rechnerisch auf einen Relegationsplatz abrutschen, aber da müsste es schon mit dem Teufel zugehen. Dennoch wollen sie alle Pessimisten schnellstmöglich beruhigen. Grafenau benötigt im direkten Duell mit Hutthurm oder den drei weiteren Partien ein Unentschieden, Mauth braucht aus vier Partien drei Punkte. Im Idealfall springen die direkt am Samstag raus, wenn zur Mittagszeit (Spielbeginn 11.30 Uhr) die „Römer“ aus Künzing im Alfons-Fuchs-Stadion zu Gast sind. Trainer Robert Madl blick zwar auf drei sieglose Spiele zurück, kann aber an der Leistung des Teams wenig aussetzen: „In Waldkirchen haben wir ein ganz gutes Auswärtsspiel gemacht, in Garham waren wir 35 Minuten lang die wesentlich gefälligere Mannschaft.“ In der Statistik stehen zwei Niederlagen (0:1, 1:5), das Problem: „In den entscheidenden Situationen treffen wir falsche Entscheidungen, oft vor dem gegnerischen Tor“, erzählt Madl, der auf den am Knöchel verletzten Michael Segl verzichten muss für den Rest der Saison. Das Restprogramm hat es in sich für die Mauther, die nach dem Heimspiel gegen Künzing in Grainet gastieren (1. Mai), mit Deggendorf einem weiteren Meister-Kandidaten gegenüber stehen (9. Mai), ehe in Obernzell (16. Mai) die Amtszeit von Madl und Klaus Gibis endet. Sie werden dann einen Bezirksligisten übergeben.

 

Auch für die „Stodbärn“ aus Grafenau ist die „Tür sehr weit offen“, wie es Spielertrainer Sebastian Raml formuliert. Der 27-Jährige musste am Mittwoch den dritten Sieg in Serie (3:1 in Oberdiendorf) ab der 33. Minute von der Bank aus anschauen. Raml verletzte sich am Mittelfuß, hofft aber, dass die Blessur nicht zu schlimm ist. Selbst wenn der beste Torschütze (15 Saisontore) gegen Hutthurm nicht auflaufen kann, wird den Grafenauern nicht bange sein. „Wir spielen aktuell richtig guten Fußball“, lobt Sebastian Raml. Das Team sei kollektiv in starker Form, daher werden die letzten vier Partien der Saison voller Selbstvertrauen angegangen.

 

Waldkirchen spechtet auf Platz fünf

Zwei Plätze vor den „Stodbärn“ steht in der Rangliste der TSV Waldkirchen Rang sieben). Die Mannschaft von Trainer Sven Halfar ist seit geraumer Zeit personell angeschlagen. Für mehrere Spieler, zum Beispiel Matthias Pauli oder Sebastian Weiß ist die Saison bereits beendet. Das wirkt sich auf die Leistungen und im zweiten Schritt die Ergebnisse aus. Gerade auswärts hapert es, 2026 gingen drei von vier Partien in der Fremde verloren. Im gleichen Zeitraum wurden aber drei Heimspiele gewonnen und morgen dürfen die Waldkirchner wieder in ihrem Knaus-Tabbert-Stadion ran (15 Uhr gegen Garham). „Ich würde lieber Fünfter wie Siebter werden“, sagt TSV-Coach Sven Halfar, der sich wünscht, dass seine Spieler die starken Trainingsleistungen wieder besser im Wettkampf auf den Rasen bringen.

 


27. Spieltag am Samstag, 11.30 Uhr: Mauth – Künzing (Hinspiel 1:2); 15 Uhr: Waldkirchen – Garham (1:4), Oberpolling – Deggendorf (0:2); 16 Uhr: Bischofsmais – Grainet (1:2); 17 Uhr: Ruhmannsfelden – Obernzell-Erlau (3:0); Sonntag, 16 Uhr: Hofkirchen – Oberdiendorf (0:2), Schalding II – Niederalteich (2:0).

 

Quelle: Heimatsport.de  ---  mid

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Veröffentlichung

Fr, 24. April 2026

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