Gegen Ruhmannsfelden ändert sogar Garham den Spielstil – und da reicht dem SV auch ein Punkt

Es gibt leichtere Auftaktprogramme, wir haben ein relativ schweres“, sagt Trainer Holger Stemplinger, der das Auswärtsspiel seiner Garhamer am Freitagabend beim Tabellenzweiten der Bezirksliga Ost, Ruhmannsfelden, als Abschluss der Kategorie „schwer“ sieht.


Bei sieben Punkten hält das Team des 41-jährigen Trainers. Unentschieden gegen Osterhofen (1:1) und SV Schalding II (2:2), der 2:1-Sieg in Deggendorf und jetzt die Niederlage daheim gegen Waldkirchen mit dem gleichen Tore-Stand – „die Leistung der Mannschaft war grundsätzlich in Ordnung, und darum bin ich mit der bisherigen Punkteausbeute nicht unzufrieden“. Wobei, gegen Schaldings Bayernliga-Reserve habe man bei eigener Überlegenheit „den Dreier durch individuelle Fehler abgegeben“. Ebenso sah er seine Truppe gegen Waldkirchen im Vorwärtsgang, die Niederlage sei bitter gewesen. Die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen wirkten sich nicht unerheblich auf einen Spielverlauf aus, nämlich dann, „wenn du einem Rückstand hinterherläufst und dir die Zeit davonläuft“. Dass der Gegner den gleichen Bedingungen ausgesetzt ist, weiß natürlich auch er, und oft würden Kleinigkeiten entscheiden, „das sieht man auch daran, dass es generell viele knappe Ergebnisse gibt und die Kleinen die Großen immer wieder ärgern können“.

 

Darum hält er auch seine Mannschaft heute Abend am Lerchenfeld nicht für chancenlos. Im Vorjahr gabs ein 2:2, und wie vor knapp einem Jahr sieht er eine starke Offensivwelle auf den Kasten von Keeper Manuel Donaubauer zuschwappen. Nicht zuletzt aufgrund der Ausgeglichenheit auch in den anderen Mannschaftsteilen betrachtet der 41-Jährige die Waldler als Topfavorit auf den Titel.

 

Taktische Umstellung unausweichlich

Angesichts dieser Qualitäten der Freidhofer-Elf sei eine taktische Umstellung in der eigenen Auswahl unumgänglich, „normalerweise sind wir es, die das Heft in die Hand nehmen wollen, doch Ruhmannsfelden ist extrem laufstark und darum erwarte ich sie mit viel Ballbesitz“. Dass man dagegenhalten könne, habe aber der Vorjahresvergleich gezeigt.

Stemplinger wird in jedem Fall auf ein Duo verzichten müssen: auf Angreifer Mario Gotzler (21), der nach einem, so der Coach, „brutalsten Check“ im Spiel in Deggendorf und einem doppelten Bänderriss in der Schulter vermutlich vier bis sechs Wochen ausfällt, sowie Keeper Justin Freundorfer (24, dreifacher Bänderriss am Knöchel). Zudem sei bei Simon Weber aufgrund einer Verletzung ein Einsatz über die volle Spielzeit nicht möglich. Der ein oder andere Urlauber komme hinzu. Der Coach jammert dennoch nicht, vielmehr zollt er den Neuzugängen Dominik Tschugg (26), Christjoph Spirk (22), Simon Endl (20) und Sebastian Leitl (19/startet im Tor gleich gegen Ruhmannsfelden) Lob: „Sie sind alle sehr gut angekommen.“ In Ruhmannsfelden können sie es erneut zeigen.

 

Quelle: Heimatsport.de   ---   brö

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Veröffentlichung

Do, 06. August 2026

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