Frühschoppen mit Derby-Schmackes: Osterhofen kommt mit fünf Siegen nach Deggendorf – Römer setzten auf ihren 17-Tore-Bomber
Bei der Spvgg Osterhofen läuft es in der Bezirksliga Ost derzeit wie am Schnürchen. Mit dem 3:2-Sieg gegen den SV Schalding-Heining II feierte das Team den fünften Sieg in Folge und festigte Rang drei. Verantwortlich dafür sind nicht nur die zurückgekehrten Leistungsträger, sondern vor allem die Handschrift von Trainer Marco Dellnitz (52), der aus seiner Mannschaft eine echte Einheit geformt hat.
Die Gründe für den aktuellen Höhenflug der Herzogstädter liegen auf der Hand – und sie greifen ineinander. „Ich denke, es ist vor allem der starke Teamgeist, der uns auszeichnet. Wir haben einen guten Mix aus erfahrenen Spielern und jungen, hungrigen Jungs. Jeder läuft für den anderen und man merkt einfach, dass wir als Team immer mehr zusammenwachsen. Ich glaube, genau das macht uns momentan so stark“, sagt Kapitän Maximilian Prechtl.
Entscheidend ist dabei vor allem die Rückkehr zur personellen Stabilität. Spieler, die in den vergangenen Wochen verletzt oder angeschlagen fehlten, stehen wieder zur Verfügung. Dadurch hat Dellnitz und sein Team mehr Optionen, die Qualität im Kader ist gestiegen und die Konkurrenz innerhalb des Teams belebt das Training. „Die Stimmung im Team ist derzeit sehr gut. Der Zusammenhalt ist hervorragend und jeder zieht voll mit. Auch die Spieler, die zuletzt nach ihren Verletzungen zurückgekehrt sind, haben richtig Bock zu zocken. Mit ihrer Qualität helfen sie uns natürlich enorm“, betont der Kapitän.
Noch wichtiger scheint jedoch die Entwicklung innerhalb der Mannschaft zu sein. Dass die Osterhofener derzeit als Mannschaft funktionieren, unterstreicht auch Prechtl: „Mich überrascht momentan am meisten, wie gut jeder das annimmt, was die Trainer vorgeben. Von Training zu Training zieht jeder mit und versucht, die Inhalte auf dem Platz umzusetzen. Man merkt einfach, dass wir uns dadurch stetig weiterentwickeln.“
Das Trainerteam hat es geschafft, aus den vielen neuen Spielern eine echte Einheit zu formen. Die Mannschaft tritt geschlossen auf, arbeitet füreinander und zeigt gerade in engen Spielen die nötige Widerstandsfähigkeit. Das war auch gegen Schalding II zu sehen, als Osterhofen in der Schlussphase noch unter Druck geriet.
Hinzu kommt das gewachsene Selbstvertrauen. Eine Serie von fünf Erfolgen sorgt automatisch für mehr Überzeugung in den eigenen Fähigkeiten. Aktionen gelingen leichter, Rückschläge werden besser weggesteckt und die Spieler glauben bis zum Schlusspfiff an ihre Chance. Genau dieses Selbstverständnis ist aktuell spürbar. Ein weiterer Faktor ist die Balance zwischen Offensive und Defensive. Die Herzogstädter präsentieren sich in den vergangenen Wochen deutlich stabiler, ohne dabei die eigene Torgefahr einzubüßen. Die Mannschaft wirkt taktisch gefestigt und ihre Stärken bringen sie immer mehr auf den Platz.
Fazit: Der Erfolg von Aufsteiger Spvgg Osterhofen ist kein Zufall. Die Rückkehr der Verletzten hat die Qualität erhöht, Marco Dellnitz hat eine verschworene Gemeinschaft geformt und die Siegesserie hat zusätzliches Selbstvertrauen freigesetzt.
Grün-Weiß: Früh auf den Beinen, heiß auf Punkte
Bereits zum dritten Mal in dieser Saison bestreitet die Spvgg GW Deggendorf ein Heimspiel zur ungewohnten Anstoßzeit um 11 Uhr. Während der erste Frühschoppenkick gegen den SV Garham mit einer 1:2-Niederlage endete, durften die Zuschauer beim zweiten Auftritt bei Weißwurst und Brezen einen souveränen 3:0-Erfolg gegen die TSV-DJK Oberdiendorf bejubeln. Nun steht die nächste Vormittags-Partie an: Mit der Spvgg Osterhofen gastiert ein direkter und aktuell bärenstarker Konkurrent im Kampf um die Spitzenplätze im Deggendorfer Donau-Wald-Stadion.
Die Voraussetzungen bleiben für die Deggendorfer weiterhin schwierig. Die lange Verletztenliste begleitet das Team bereits seit mehreren Wochen. „Unsere Personalsituation bleibt auch in dieser Woche angespannt. Zum Glück können wir unseren Kader bei Bedarf mit Spielern aus der A-Jugend ergänzen. Da zahlt sich die hervorragende Jugendarbeit in Deggendorf aus“, betont Deggendorfs Spielertrainer Tobias Eckl (34).
Für Eckl bleibt die Situation dennoch eine große Herausforderung. Woche für Woche ist er gezwungen, seine Mannschaft neu zusammenzustellen. Häufig entscheidet sich erst kurzfristig, welche Spieler tatsächlich zur Verfügung stehen. Die Kaderplanung gleicht derzeit einem ständigen Improvisieren und mitunter sogar einem Glücksspiel.
Dennoch wollen die Donaustädter gegen die nur zwei Punkte entfernten Osterhofener ihre Qualitäten zeigen. „Entscheidend wird sein, dass wir über die gesamten 90 Minuten konstant unsere Leistung abrufen. Genau das ist uns zuletzt zu selten gelungen. Wir hatten immer wieder gute Phasen, aber auch deutliche Schwankungen innerhalb eines Spiels. Außerdem hat ein Derby ohnehin seine eigenen Gesetze. Da geht es immer auch um Prestige“, unterstreicht Eckl. Den Sieg wollen allerdings auch die gastierenden Herzogstädter einfahren. Kapitän Max Prechtl macht keinen Hehl aus den Ambitionen seiner Mannschaft: „Unser Ziel ist natürlich, die drei Punkte mit nach Osterhofen zu nehmen. Mit Deggendorf haben wir aber einen richtig starken Gegner vor der Brust. Aber schauen wir mal, wie viele Würstl am Ende für uns rausspringen“, sagt Prechtl mit einem Augenzwinkern.
FC Künzing ist der FC Seidl – zumindest aktuell
Wer einen Blick auf die Statistik wirft, kommt an Künzings Christian Seidl (31) nicht vorbei. Mit vier Buden hat der 31-Jährige beim 5:2 den FC Obernzell-Erlau so gut wie im Alleingang „erlegt“. An 21 der bislang 25 Treffer war der Torjäger direkt beteiligt. 17 Mal hat der „Bomber aus Quintana“ selbst ins Schwarze getroffen und führt die gegnerischen Abwehrreihen Woche für Woche vor nahezu unlösbare Aufgaben.
In Anspielung auf seine Heimat Quintana (römisch für Künzing) könnte man sagen: Seidl ist derzeit wohl der einzige Römer, der es mit Obelix, den störrischen Gallier aus der beliebten Comicserie, aufnehmen könnte. Und das ganz ohne Zaubertrank. Während die Gegner verzweifelt nach einem Rezept gegen den Torjäger suchen, marschiert dieser scheinbar unbeeindruckt von Tor zu Tor und sorgt dafür, dass der FC Künzing in der Erfolgsspur bleibt.
Trotz aller Seidl-Festspiele wäre es allerdings zu kurz gegriffen, den FC Künzing auf eine einzige Person zu reduzieren. Denn auch der beste Torjäger braucht Mitspieler, die ihm den Rücken freihalten und die Vorlagen liefern. Fakt ist aber: Ohne Christian Seidl würde die Offensive der Künzinger derzeit ein völlig anderes Gesicht haben.
Mit dem TSV Mauth gastiert nun ein echter Angstgegner an der B8. Die Waldler gehören zu den wenigen Mannschaften im Bezirk, die gegen den FC Künzing eine positive Bilanz vorweisen können. Umso wichtiger wird es sein, Goalgetter Seidl in den Griff zu bekommen. Gelingt das, dürfen die Mauther durchaus von einem weiteren Punktgewinn träumen.
Plattling: Aufwind gegen Deandorf fortführen
Die Spvgg Plattling ist wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Nach vier Partien ohne Sieg hat die Mannschaft von Trainer Torsten Holm (54) den wichtigen 2:1-Erfolg aus der Vorwoche beim SV Garham vergoldet und sich mit einem 5:3-Sieg gegen den SV Bischofsmais weitere drei Punkte gesichert. Dadurch konnte der Abstand zu den hinteren Tabellenrängen auf vier Zähler vergrößert werden.
Nach dem wichtigen Erfolg gegen die Gaiskopfkicker wartet nun die nächste richtungsweisende Partie bei der TSV-DJK Oberdiendorf. Mit einem weiteren Dreier könnten die Isarstädter für deutlich mehr Ruhe innerhalb der Mannschaft und im Verein sorgen.
Quelle: Heimatsport.de -- Franz Nagl
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