Osterhofen gewinnt Derby dank kuriosem Kurzeinsatz von Lubega – Zehn Tore in Oberdiendorf
Da scheint sich ein zweiter Aufsteiger in der Spitzengruppe der Bezirksliga Ost festzusetzen. Die SpVgg Osterhofen hat am Sonntagmittag auch das Landkreisderby in Deggendorf gewonnen und reiht sich hinter Karpfham (ebenfalls Neuling) und Ruhmannsfelden wieder auf Platz drei der Rangliste ein.
Deggendorf – Osterhofen 1:3: Die heimische SpVgg erwischte einen Traumstart, musste sich am Ende aber geschlagen geben. Keine Minute war gespielt, da brachte Marlon Limmer die Donaustädter mit 1:0 in Front. Osterhofen drängte auf den Ausgleich, biss sich zunächst aber an der gut sortierten Deggendorfer Defensive die Zähne aus. Nach knapp einer halben Stunde fiel das 1:1 dann etwas glücklich: Ein weiter Einwurf wurde von einem Deggendorfer Verteidiger unglücklich verlängert, Maximilian Prechtl staubte aus kurzer Distanz ab. Nach der Pause blieb die Partie ausgeglichen. Deggendorfs Laurin Hübscher und Spielertrainer Tobias Eckl scheiterten jeweils an Osterhofens starkem Schlussmann Philipp Röckl. Dann schlug Osterhofen eiskalt zu und Edrisa Lubega legte einen kuriosen Kurzeinsatz hin. Er kam in der 70. Minute beim Stand von 1:1 aufs Feld und wurde laut BFV-Daten eine Minute später wieder ausgewechselt. Dazwischen war der 28-Jährige an zwei Aktionen beteiligt. Erst foulte ihn Deggendorfs Torwart Lukas Groll elfmeterwürdig, dann legte Lubega Sekunden später auch das zweite Tor von Ersin Shabani zum 1:3-Endstand auf, ehe er – als Matchwinner – aufgrund einer alten Knöchelverletzung wieder ausgewechselt werden musste. Tore: 1:0 Limmer (1.); 1:1 Prechtl (30.); 1:2, 1:3 Shabani (70./FE, 71.). SR Korbinian Eßberger (Wallkofen); 220 Zuschauer.
Oberdiendorf – Plattling 5:5: Durch katastrophales Defensivverhalten von beiden Mannschaften entwickelte sich ein bemerkenswertes Tor-Spektakel. Johannes Zieringer setzte dem Spiel in der Nachspielzeit mit seinem bei den Einheimischen bejubelten (verdienten) Ausgleichstreffer per Seitfallzieher zum 5:5 die Krone auf. Die Isarstädter lagen praktisch die gesamte Spieldauer in Führung und mussten sich am Ende dennoch mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Bereits in der ersten Minute unterliefen die Gastgeber einen weiten Ball in die Spitze und schlugen beim Klärungsversuch des Querpasses den Ball ins eigene Tor. Kurz darauf glich Fabian Schwarz nach schöner Halbfeldflanke von Höfer per Kopf aus. Die Gäste wiederum legten zwei Minuten später wieder durch den agilen Rechtsverteidiger Steiniger vor. Und weil die Gastgeschenke der Deandorfer Hintermannschaft nicht reichten, pfiff der Gastschiri aus Österreich einen für alle 22 Beteiligten überraschenden Foulelfmeter, den Karabas eiskalt verwandelte. Deandorf kam vor der Pause durch Mauritz auf 2:3 heran und musste in der Folgeminute sogar ausgleichen, als Schwarz zunächst sehenswert an die Latte lupfte und dann den Nachschuss „herschenkte“. Nach der Pause wieder ein Fauxpas der Hintermannschaft der Gastgeber, die Ndrecaj souverän zur 4:2 Führung nutze. Spätestens mit dem 5:2 abermals durch Karabas schien die Messe gelesen, doch dann kam der Deandorf-Wahnsinn. Ein Torwartfehler ebnete das 3:5 durch Hellauer und spätestens nach gelb-roten Karte für Oslislo und dem 4:5 durch Mauritz brannte der Platz. Johannes Zieringer köpfte das 5:5 in der Nachspielzeit, das der Schiri wegen Abseits zurückpfiff. Aber Zieringer probierte es noch einmal – diesmal per Erfolg. Gelb-Rot: Rafael Oslilo (P., 81.); Tore: 0:1 Eigentor (1.); 1:1 Fabian Schwarz (5./Kopfball); 1:2 Lukas Steininger (7.); 1:3 Jan Karabas (31./FE); 2:3 Jonas Mauritz (42.); 2:4 Clirim Ndrecaj (50.); 2:5 Karabas (64.); 3:5 Dominik Hellauer (74.); 4:5 Jonas Mauritz (84.); 5:5 Zieringer (90.+5). SR Rudolf Hofinger (Österreich)
Quelle: Heimatsport.de ---mo/mid
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