Die Formschwächsten der Bezirksliga unter sich: Tabellenletzter Hutthurm empfängt Garham

In puncto Formschwäche macht diesen beiden Teams in der Bezirksliga aktuell keiner etwas vor: Während Hutthurm aus den vergangenen fünf Spielen keinen Punkt holte, erspielte sich Garham lediglich zwei Zähler. Nun ist mindestens einer der beiden Sportvereine zum Punkten verdammt. Denn am Samstag (16 Uhr) treffen in Hutthurm die zwei formschwächsten Mannschaften der Liga aufeinander.

Am achten Spieltag rangierte Hutthurm noch auf Platz acht, wurde in der Folge aber ordentlich durchgereicht – und steht vor dem 14. Spieltag auf dem letzten Rang. Diese Platzierung spiegle die Leistungen allerdings nicht wider. „Die Mischung aus Offensive und Defensive passt bei uns. In den letzten Spielen wäre immer ein Punkt drin gewesen“, sagt Spielertrainer Julian Liebenow (26).

 

Warum das größte Manko Mut macht

Zwar seien die Niederlagen gegen Topteams wie Ruhmannsfelden, Deggendorf oder Waldkirchen keineswegs unverdient gewesen, die zwischenzeitlichen Ein-Tore-Führungen hätten aber Hoffnung gemacht und für eine gewisse Qualität gesprochen. Das Anlaufen und kompakte Verteidigen funktionieren mittlerweile gut, das größte Manko bleibt dagegen die Chancenverwertung. Gerade dort erkennt der Übungsleiter nach dem Umbruch im Sommer aber eine Entwicklung. „Zu Beginn der Saison kreierten wir kaum gefährliche Torchancen, jetzt sind es zwei, drei pro Spiel.“

Die Verantwortlichen wissen die sportliche Lage ohnehin einzuordnen. Liebenow steht täglich in engem Austausch mit dem sportlichen Leiter Stefan Winter, zwei- bis dreimal telefonieren die beiden miteinander. „Wir sind auf einer Wellenlänge“, sagt der 26-Jährige. Gemeinsam geben sie die sportliche Marschrichtung vor – und wollen den eingeschlagenen Weg mit vielen jungen Spielern konsequent weitergehen. „Wir sind sehr bodenständig, haben die geringsten Mittel in der Liga und viele junge Spieler, die sich noch entwickeln.“ Entsprechend herrsche trotz des letzten Tabellenplatzes keine schlechte Stimmung.

Das Wörtchen „Abstieg“ geistert in Hutthurm herum

Das Ziel verliert Liebenow dennoch nicht aus den Augen: den Klassenerhalt. Wobei – so ehrlich ist er – auch das Wort „Abstieg“ bereits herumgeistert. „Es wäre naiv, dieses Thema nicht im Hinterkopf zu haben.“ Dagegen werde bis zum Schluss angekämpft, versichert Liebenow. Von kurzfristigen Legionärsverpflichtungen hält er wenig: „Da haben wir in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht und wir wollen sowieso auf junge Spieler bauen.“

Personell entspannt sich die Lage allmählich. Johannes Knon und Johannes Krückl kehren nach Verletzungen zurück, Letzterer stand bereits gegen Obernzell-Erlau wieder auf dem Platz. Dafür gebe es noch zwei, drei Fragezeichen. Mit Johannes Hofbauer-Oswald fällt zudem weiterhin ein Leistungsträger aus. Und der Coach selbst?

iebenow: „Würde am liebsten sofort spielen“

Angreifer Liebenow wird in diesem Jahr aller Voraussicht nach keine Partie mehr bestreiten. Er leidet an einem Knorpelschaden im Knie im dritten Stadium. Kürzertreten, womöglich sogar eine Zukunft ausschließlich an der Seitenlinie, legte ihm sein Orthopäde nahe. Eine harte Nachricht für den 26-Jährigen. „Am liebsten würde ich sofort wieder spielen, aber ich muss auf meinen Körper hören.“ Umso mehr ist Liebenow nun als alleiniger Taktgeber an der Seitenlinie gefragt.

Garham hat er in dieser Saison bereits zweimal beobachtet und weiß, was auf seine Mannschaft zukommt. Der grobe Plan: über die Zweikämpfe unangenehm werden. Angesichts der Schwächephase des Gegners scheint Zählbares möglich. Unterschätzen will Liebenow die Gäste allerdings keinesfalls: „Wir dürfen ohnehin keine Mannschaft unterschätzen – und vor allem nicht Garham. Sie sind vom Torhüter bis zum Sturm eine sehr komplette Mannschaft. Nur, sie spielen deutlich unter ihren Erwartungen.“

Salzwegs Kellervergleich mit Bischofsmais

Erst am vergangenen Wochenende wurden die Hutthurmer auf den Schlussrang zurückgedrängt – durch den SV Schalding II, der sich mit einem 3:1-Sieg beim Rangsiebten Obernzell-Erlau auch mentales Rüstzeug geholt hat für die nächste große Prüfung: das Heimspiel gegen die SpVgg Deggendorf. Die Grün-Weißen werden nach der Derby-Niederlage gegen Osterhofen mit Wut im Bauch an den Reuthinger Weg kommen. Im günstigsten Fall ist für den SVS ein Sprung über die Relegationsränge hinaus möglich. In deren Dunstkreis bewegen sich mit dem Zehnten Garham (11 Punkte) die Salzweger (13), Grafenau (13), Oberdiendorf (12) und Bischofsmais (11). Klar, dass es zwischen Salzweg und Bischofsmais um die vielzitierten sechs Punkte geht; die Partie ist vollkommen offen.

Dagegen sind die Karten beim Oberdiendorfer Gastspiel in Karpfham verteilt – Zweifel am zu erwartenden Sieger? Obernzell-Erlau darf sich nach der Nullnummer gegen Schalding ebenso gegen Mauth auf einen heißen Tanz einstellen.

 

Quelle: Heimatsport.de ---  brö

 


 

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Veröffentlichung

Fr, 09. Oktober 2026

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