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Halbzeitfazit zur Bezirksliga Ost: Unberechenbar, kurios und „ein bisschen verrückt“
Die Hälfte der Saison ist rum in der Bezirksliga Ost. Vier Spieltage stehen heuer bis 14.15. November noch aus, dennoch zieht die PNP vor dem Rückrundenstart an diesem Wochenende eine Zwischenbilanz. Eine Erkenntnis daraus: Ziemlich viele Mannschaften haben sich verschlechtert.
Nimmt man die Abschlusstabelle der Saison 25/26 und vergleicht sie mit dem Ist-Zustand, stehen neun Vereine schlechter da als im Mai dieses Jahres. Angeführt wird diese Liste vom personell gebeutetelten SV Schalding-Heining II, der die zurückliegende Spielzeit mit 46 Punkten auf Platz sechs beendete und aktuell mit mit 14 Zählern auf dem drittletzten Platz steht. Acht Ränge schlechter! Auch Oberdiendorf (-6), Grafenau (-5), Garham (-4) sind im zweiten Halbjahr deutlich abgerutscht in der Tabelle. Deggendorf (-3), Künzing, Hutthurm, Bischofsmais (jeweils -2) sowie Mauth (-1) haben sich kaum „bewegt“. Dem gegenüber haben sich nur drei Mannschaften verbessern können: Allen voran der FC Obernzell (+5), dessen Verpflichtung der Spielertrainer Fabian Wiesmaier und Rene Huber sich tabellarisch bemerkbar macht. Die früheren Regionalliga-Kicker haben das Team aus dem Donaumarkt auf Platz sieben geführt. Mit der SpVgg Ruhmannsfelden (Platz zwei) und dem viertplatzierten TSV Waldkirchen sind zwei Vereine um je eine Stufe geklettert im Vergleich zur Tabelle aus dem Mai.
Wie ist diese Entwicklung zu erklären? In erster Linie sind „mit Karpfham und Osterhofen zwei sehr gute Aufsteiger dazugekommen“, merkt Alois Wittenzellner, Sportlicher Leiter bei der SpVgg Ruhmannsfelden an. Auch der FC Salzweg (Aufsteiger) und die umgruppierte SpVgg Plattling reihen sich (aktuell) im gesicherten Mittelfeld ein, heißt: „Es ist eine unberechenbare Liga“, betont Wittenzellner und Anton Autengruber, Trainer des TSV DJK Oberdiendorf legt noch drauf: „Ein bisschen ist diese Bezirksliga schon verrückt“, meint der 57-Jährige und erklärt: „Du weißt als Trainer oft nicht, was auf dich zukommt am Wochenende.“
Im Schnitt fallen 3,6 Tore pro Spiel – und die meisten hat Chris Seidl erzielt
Das spiegle sich in teilweise unnormalen Ergebnissen wider. Autengruber selbst hat das vor wenigen Wochen gespürt, als seine Oberdiendorfer 5:5 gegen Plattling spielten. Kuriose Ergebnisse passieren jedoch immer wieder: Künzing hat Hutthurm mit 8:0 nach Hause geschickt, Waldkirchen den SV Schalding II mit sieben Toren nach der Pause überrollt (7:1). Die Waldkirchner mussten allerdings auch schon viel einstecken: Vor zwei Wochen verloren sie das Duell als Tabellenvierter beim Dritten Osterhofen mit 2:6! Daraus lässt sich nach Einschätzung von Alois Wittenzellner sogar ein Trend ableiten: „Eine Mannschaft verliert am Wochenende 1:6 und liefert nächste Woche eine sehr, sehr gute Leistung ab.“ Der Ruhmannsfeldener erklärt sich diese teilweise extremen Schwankungen „mit dem Personalengpass, der eigentlich fast jeden beschäftigt. Nicht nur in unserer Liga“, stellt der 40-Jährige fest.
Anton Autengruber lässt dabei durchblicken, dass er und seine Trainerkollegen dann und wann der Verzweiflung nahe sind: „Wir haben beispielsweise eine klasse Leistung in Karpfham abgeliefert (1:1, Anm.d.Red.) und leider auch unerklärliche Leistungen wie gegen Salzweg (0:3)“, erzählt der Oberdiendorfs Trainer, der auch viele weitere Bezirksliga-Spiele sieht, weil er Gegner beobachtet oder seinem Sohn Philip Autengruber beim TSV Waldkirchen spielen sehen will.
Mischt Osterhofen noch im Aufstiegsrennen mit? Alois Wittenzellner würde es nicht überraschen
Konstanz ist das Zauberwort, das Coaches gerne verwenden und sich wünschen. Wer diese nicht in seine Leistungen bekommt, wird am Ende der Saison auf einem der Abstiegsplätze landen. Davon ist mehr als die Hälfte der Liga bedroht, denn zwischen dem Siebten Obernzell-Erlau und Schlusslicht Hutthurm liegen neun Punkte (bei noch 15 ausstehenden Spieltagen). An der Spitze der Tabelle dagegen scheint die Ausgangslage klar: Der TSV Karpfham ist längst keine Überraschung mehr, sondern mit 38 Punkten aus 15 Spielen ein Meisterkandidat. Die SpVgg Ruhmannsfelden hat nur einen Punkt weniger und sollte sich mit den Karpfhamern Platz eins und zwei ausmachen. Aber Alois Wittenzellner ist sich da nicht sicher: „Ich traue Osterhofen viel zu und könnte mir auch vorstellen, dass es noch zu einem Dreikampf kommt.“
Auf- und Abstiegskampf hin oder her – abschließend noch ein paar Zahlen: 3,61 Treffer fallen im Schnitt pro Spiel in der laufenden Saison der Bezirksliga Ost. Sieben von 120 Partien endeten torlos und 29 Unentschieden. Die meisten Treffer sahen die Fans am 12. Spieltag Ende September und, das ist keine Überraschung: Christian Seidl vom FC Künzing führt wieder einmal die Torjägerliste an.
16. Spieltag (Rückrundenstart) am Samstag, 14 Uhr: Garham – Osterhofen (Hinspiel 1:1), Mauth – Karpfham (0:2); 15 Uhr: Waldkirchen – Deggendorf (1:1), Plattling – Obernzell-Erlau (0:1), Ruhmannsfelden - Schalding II (1:0), Künzing – Salzweg (1:1); Sonntag, 14 Uhr: Bischofsmais – Grafenau (0:0); 15 Uhr: Oberdiendorf – Hutthurm (0:2).
Quelle; Heimatsport.de
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